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    24.10.2017 - 02:37 Uhr

  

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Verkaufsoffener Sonntag in Vechta abgesagt 

von Roland Kühn


Die Vechtaer Stadt bleibt kommenden Sonntag wohl leer, denn der verkaufsoffene Sonntag am 9. April wurde kurzfristig abgesagt. Foto: Privat

Vechta. Am kommenden Sonntag, 9. April, sollte in der Kreisstadt der „Familientag in Vechta – Mal die Straße voll!“ stattfinden. Die im Handels- und Gewerbeverein (HGV) organisierten Kaufleute und Gewerbetreibenden hatten ein umfangreiches Programm vorbereitet. Aus dem Familiensonntag, anlässlich dessen auch die Geschäfte öffnen sollten, wird nun allerdings nichts. Stadt und HGV-Vorstand haben am Dienstagabend nach einer gemeinsamen Sitzung die Veranstaltung abgesagt. Hintergrund: Die Gewerkschaft ver.di sieht im verkaufsoffenen Sonntag einen Verstoß gegen das Ladenöffnungszeitengesetz in Niedersachsen und hatte Klage vor dem Verwaltungsgericht Oldenburg erhoben. 

Geplant hatte der HGV am 9. April in der Innenstadt einen groß angelegten Familientag. Angesichts der umfangreichen Vorbereitungen, die nun für die Katz sind, zeigt sich HGV-Vorsitzender Ulrich Vatterodt mächtig angefressen. „15 Großspielgeräte sollten in der Stadt aufgebaut werden, sechs Kindertagesstätten wollten mit Kreide die Straße bunt bemalen, zehn Gewerbetreibende, darunter Autohäuser, hätten in der Stadt ihre Stände aufgebaut, auf dem Europaplatz hätte die LzO ein Kinderfest im Familientag organisiert – alle Vorbereitung ist nun umsonst“, stellt Vatterodt verbittert fest. „Ganz zu schweigen von den Kosten, die wir im Vorfeld hatten…“

Vatterodt zeigt sich insbesondere sauer wegen der Kurzfristigkeit der Klageerhebung durch ver.di: „Das hätte man auch vor drei oder vier Wochen haben können. Es wäre uns dann zeitlich möglich gewesen veränderte Genehmigungsanträge zu stellen, um wenigstens den Familientag zu retten, aber so… Und wenn dann wieder Mitarbeiter der beteiligten Unternehmen an einem Sonntag tätig werden, was macht ver.di dann? Ich kann das nicht sagen. Dann ist es vernünftiger, gleich alles abzusagen.“ 

Die Stadt, so heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von Kaufleuten und Verwaltung, „hatte ver.di über den Familientag frühzeitig informiert. Dazu hatte die Gewerkschaft zunächst aber keine Stellung genommen und erst in der vergangenen Woche telefonisch lediglich um ergänzende Informationen gebeten. Ohne Vorankündigung reichte die Gewerkschaft am Montag (3. April) nach erteilter Genehmigung (31. März) die Klage ein, auf die nun die Stadtverwaltung und der beteiligte Handels- und Gewerbeverein kurzfristig reagieren mussten. Auf weitere rechtliche Schritte wurde im Einvernehmen verzichtet, damit Besucher der Innenstadt am kommenden Sonntag nicht unerwartet vor verschlossenen Ladentüren stehen.“ 

Der zweite Vorsitzende, Thomas Bröring, führt in einem Rundbrief an die HGV-Mitglieder an, dass es den städtischen Vertretern nicht gelungen sei, die Gewerkschaft zur Rücknahme der Klage gegen die Genehmigung zu bewegen. Bröring zeigt Unverständnis über die Versagungsgründe des Gerichts in Oldenburg: „Der Fokus lag klar auf der Veranstaltung und nicht bei den Öffnungszeiten!“ 

Der HGV will jetzt umgehend gemeinsam weiter mit der Stadt beraten, „wie die weiteren Veranstaltungen wie Frühjahrsmarkt, Pferdefestival oder Thomasmarkt erfolgreich durchgeführt werden können.“ Vatterodt sieht alle verkaufsoffenen Sonntage auf dem Prüfstand. Es sei offensichtlich künftig immer problematisch, wenn Mitarbeiter sonntags arbeiten sollen. 

„Vom stationären Handel verlangt man Beiträge zu einer attraktiven Innenstadt mit Flair, der Kunde will vielfältige Aktionen. Das wollen wir auch angesichts der Konkurrenz im Internet weiter leisten. Aber ich will mir nicht vorstellen, was mit unseren Innenstädten passiert, wenn man uns die verkaufsoffenen Sonntage, und damit fast das einzige Sonderinstrument, das wir als örtlicher Handel noch haben, aus der Hand schlägt?“ fragt Vatterodt.


Artikel vom 05.04.2017




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