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    19.11.2017 - 02:02 Uhr

  

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Zum Frauentag kommt auch der Weihbischof


„Netzwerk“ (v. li.): Die Landesleitung kfd mit Elfriede Bruns, Petra Focke, Dechant Hermann Josef Lücker, Weihbischof Wilfried Theising, Gisela Scharmann, Elisabeth Kronemeyer, Hiltrud Kastler, Maria Ruprecht und Mechtild Pille. Foto: Kattinger
Vechta. Zu einem Frauentag hatte der Oldenburger Landesverband der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) in das St. Antoniushaus nach Vechta eingeladen. 65 Frauen nahmen an der ganztägigen Veranstaltung mit Vorträgen und Workshops teil. Den Auftakt machte ein Gottesdienst mit Weihbischof Wilfried Theising.
„Wenn ich auf das schaue, was Sie in den Gemeinden tun, ist das eine sehr starke Stimme“, zollte Theising den Frauen Respekt. „Eine starke Stimme haben geht dann, wenn wir Jesus Christus verinnerlicht haben.“ In seiner Zeit als Pfarrer habe er immer wieder erlebt, dass er die kfd-Frauen habe fragen müssen, wenn er wissen wollte, was in der Gemeinde los sei, wo es Probleme oder Handlungsbedarf gebe.
Die kfd sei ein großer Verband, der in die Kirche hineinwirken wolle. „Das ist ganz wesentlich für unsere Kirche und unser Gemeinwesen.“ Den Brieföffner, den ihm Petra Focke vom Landesleitungsteam schenkte und der dazu dienen soll, vor allem die Frauenpost zu öffnen, versprach er eifrig zu nutzen. „Sie können auf mich zählen.“
Die kfd werde häufig mit Kuchenbacken und Festen in Verbindung gebracht, erzählte Anja Bakar, die zum Hauptvortrag aus der Bundeszentrale in Düsseldorf angereist war. Die gebürtige Löningerin gab einen Überblick über Geschichte und Struktur des mit 500.000 Mitgliedern bundesweit größten Frauenverbandes. 1856 seien angesichts prekärer Verhältnisse vieler Frauen in Deutschland erste christliche Müttervereine entstanden. Seit 1968 arbeiten die Frauen unter dem Namen „kfd“. Heute ist der Verband in 5.700 Pfarrgemeinden in zwanzig deutschen Diözesen sowie in 36 nationalen und internationalen Organisationen und Netzwerken vertreten.
Die kfd sei längst mehr als Kuchenbacken, und werde von Politik und Gesellschaft oft um Rat und Einschätzung gefragt, stellte Bakar klar. Neben seinen Kerngebieten soziale Gerechtigkeit, Frauenfragen, Gleichberechtigung oder Rentenpolitik habe sich der Verband auch in Fragen der Ökumene, Klimaschutz, Pflege, Fairer Handel, Flüchtlings- oder Friedensthematik immer wieder zu Wort gemeldet.
Im Oldenburger Land hat die kfd heute exakt 3.173 Mitglieder. „Wir freuen uns sehr über jedes neue Mitglied,“ betonte kfd-Referentin Mechtild Pille vom Bischöflich Münsterschen Offizialat.

Artikel vom 08.09.2017




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