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    23.06.2017 - 03:40 Uhr

  

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„Scala and Kolacny Brothers“ fesselt Zuschauer



Der Mädchenchor begeisterte das Vechtaer Publikum in der JVA mit seinem Gesang. Foto: Rasche/Stadt Vechta

Vechta. „Scala and Kolacny Brothers“ scheut nicht den großen Auftritt. Der belgische Mädchenchor unter der Leitung von Stijn und Steven Kolacny füllt Konzerthäuser in Antwerpen, New York und Berlin – und weiß auch in Vechta sein Publikum zu fesseln. Im Innenhof der JVA für Frauen applaudierten die Zuschauer auch nach der dritten Zugabe immer noch mit Standing Ovations. Bereits 2012 traten die stimmstarken Sängerinnen hier auf. Das diesjährige Open-Air-Konzert am vergangenen Freitagabend in der JVA war innerhalb kurzer Zeit ausverkauft.

Der international erfolgreiche Indie-Rock-Chor überzeugt seit 20 Jahren mit seinem Konzept. Bekannte Pop- und Rockklassiker interpretieren die Sängerinnen auf ihre eigene, unverwechselbare Art und Weise neu – begleitet von Lichteffekten und Steven Kolacny am Klavier – und bei einigen Songs vom Schlagzeug und Synthesizern.

Beim Konzert in der JVA für Frauen gingen besonders die eindringlich gesungenen Coverversionen unter die Haut. Die Zuschauer wurden im abwechslungsreichen Programm immer wieder überrascht. 

„California Dreamin“ von „The Mamas & The Papas“ kommt bei Scala mit zarten Tönen aus – Rammsteins „Engel“, gesungen von Mädchenstimmen, einige Momente danach, klang besonders böse. Auf eine dunkel anmutende Eigenkomposition, mit hinter Masken versteckten Gesichtern, folgte Hildegard Knefs Chanson-Klassiker „Für mich soll’s rote Rosen regnen“. Doch auch ein deutlich ausgerufenes „Arschloch“ in Rammsteins „Schrei nach Liebe“ kauft man den Mädchen problemlos ab.

Nicht zuletzt überzeugen die charismatischen Kolacny-Brüder. Dirigent Stijn Kolacny führt die Zuschauer in fließendem Deutsch durchs Programm und unterhält sein Publikum mit humorvollen Sticheleien gegen seinen Bruder. 

Am Ende weiß Steven Kolacny das Publikum auch mit der Forderung, nicht weitere fünf Jahre auf einen Auftritt in Vechta warten zu müssen, um den Finger zu wickeln.


Artikel vom 16.06.2017




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