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    14.07.2020 - 00:08 Uhr

  


Wegen Hitze: Erhöhte Moorbrandgefahr


Stadtbrandmeister Jan-Arthur Müller, Stefan Thole, Sandra Sollmann (beide Stadt Vechta), Bernhard Bokern (Gramoflor), Simon Tabeling (Geschäftsführer Hawita), Bürgermeister Kristian Kater und Josef Gramann (Geschäftsführer Gramoflor) warnen vor der aktuell erhöhten Moorbandgefahr. Foto: Kläne

Vechta. Mit der anhaltenden Hitze und Trockenheit steigt wieder die Gefahr von Moorbränden. Deshalb richten sich die Stadt Vechta, die Freiwillige Feuerwehr und die Erdenproduktionsfirmen Gramoflor und Hawita mit einem Appell an alle Besucher des Moores. „Nicht fahrlässig Brände verursachen! Nicht die Wege verlassen! Auf keinen Fall mit Auto oder Quad ins Moor fahren!”, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Vechta.
Gerade mit Blick auf das vergangene Jahr 2019 und den Moorbränden in Lohne und Goldenstedt wolle man die Bevölkerung für die Situation sensibilisieren. Vor allem in motorisierten Fahrzeugen sehen Bürgermeister Kater und Co. eine große Gefahr.
Dass einige Bürger immer häufiger mit ihrem Quad über die Moorflächen fahren sei keine Seltenheit mehr. Das beobachteten in der letzten Zeit Mitarbeiter der Torfabbauunternehmen. Simon Tabeling (Hawita) und Josef Gramann (Gramoflor) erklären: Schon eine kurze Berührung mit dem heißen Motor oder dem Auspuff könnten den knochentrockenen Torf in Brand setzen. Dieser werde über lange Strecken verteilt und entfache viele kleine Brände. Gramoflor-Mitarbeiter Bernhard Bokern berichtet: Erst kürzlich hätten seine Kollegen eine etwa zweieinhalb Kilometer lange Brandspur entdeckt. Glücklicherweise früh genug, um die Glutnester noch zu löschen.
Doch wenn dies nicht rechtzeitig geschieht, kann schnell ein großer Moorbrand entstehen. Dann muss die Feuerwehr ausrücken. Vor allem in den entlegenen Gebieten mobilisiert sie alle Kräfte, um eine Wasserversorgung zum Löschen herzustellen. Die Feuerwehrleute sind auch Mal über mehrere Tage im Einsatz, ehe das Feuer komplett unter Kontrolle ist. Wie zum Beispiel zu Ostern 2019. Auch im Sommer 2018 waren 100 Kameraden stundenlang bei hohen Temperaturen und in voller Montur im Einsatz.
„Die Einsätze sind nicht nur mit logistisch enormem Aufwand verbunden, sondern verlangen den Einsatzkräften auch körperlich alles ab“, sagt Bürgermeister Kater. Stadtbrandmeister Müller spricht von einer Materialschlacht. Kilometerlange Schlauchleitungen müssen schnellstmöglich verlegt werden, um an die Feuer zu gelangen. Und trotzdem entstehen langfristige Schäden für Natur, hinzu kommen Einsatzkosten und der wirtschaftliche Schaden für die Firmen.
Zur Vorsorge haben die Feuerwehr, die Firmen und die Stadt gemeinsam schon vieles unternommen. Die Unternehmen haben eine Liste mit Ansprechpartnern, die ihnen im Notfall sofort helfen können. Güllefässer mit Wasser und Eimer wurden angeschafft und stehen den Arbeitern immer zur Verfügung, um kleine Brände gleich zu löschen. Davon gibt es ziemlich viele, bis zu 40 im Jahr, wie Tabeling und Gramann berichten.
Auch die Feuerwehr zusätzliches Equipment für die schwierigen Einsätze angeschafft. Helfen soll auch eine Einteilung der weitläufigen Moorflächen in Planquadrate. Schließlich gibt es dort keine Straßennamen. Bis das Feuer lokalisiert ist, kann wichtige Zeit verstreichen. Im Gespräch seien auch Bohrbrunnen, um die Wasserzufuhr in entlegenen Bereichen zu verbessern, teilt die Stadt mit.
Doch der einfachste und beste Schutz, da sind sich alle einig, ist ein umsichtiges Verhalten aller Moorbesucher, damit Brände erst gar nicht entstehen. Die richtigen Verhaltensweisen stehen in der Verordnung des Landkreises Vechta (https://bit.ly/3dxQeiw). An die Vorschriften hat sich jeder zu halten. Wer sie trotz aller Warnungen missachtet, kann mit einer Geldbuße bis zu 5000 Euro bestraft werden – und auch an den hohen Einsatzkosten beteiligt werden.


Artikel vom 26.06.2020

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